WKU - Deutsche Meisterschaft 2017 in Neuwied

Am 10.11.2017 machten sich sieben Munich Pro Fighter Maleen, Debby, Babsi, Katrin, Michael, Marco und Mike auf um in das 520 km entfernte Neuwied zu reisen, um am 11.11.2017 um den Titel des Deutschen Meisters der WKU zu kämpfen.

Nach einen ausgiebigen Frühstück für unsere Schwergewichte und Hungern für unsere Gewichtsklassenhalter, ging es auf zur Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied. Erst zur Registrierung, danach gleich weiter zum Wiegen.  Schon hier wurden die ersten Siege gefeiert, nachdem jeder das benötigte Gewicht erreicht hatte.

Nun hieß es erst einmal warten und warten und warten, und das wichtigste essen.

Es zog sich einfach immer mehr in die Länge. Es war nur schwer den Überblick zu behalten, wann welche Klasse dran ist. Doch dann war es endlich soweit.

 

Um 15 Uhr fiel der Startschuss für unsere Junioren, unglücklicher Weise, gleich auf zwei Kampfflächen.

Und damit nicht genug, parallel sollten die Grand Champion Wettbewerbe beginnen. Trainer Mike war ganz kurz ein wenig überfordert. Verzichtete auf seinen Start bei den Grand Champions und schickte die Grand Champion Teilnehmer zum Tatami 5, danach kümmerte er sich um Debby und Maleen in den Junioren Klassen.

 

Doch dieses Problem hatten scheinbar einige andere Trainer auch, sodass nun der Grand Champion Wettbewerb verschoben wurde und alle Kämpfer pünktlich zu Debbys ersten Kampf wieder an Tatami 1 sein konnten.

 

Debby und Maleen traten beide in den Juniorenklassen -60 kg und +60 kg an.

Die Klasse -60kg war mit elf Kämpferinnen gut besetzt und es standen aufgrund der großen Konkurrenz spannende Kämpfe an.

Debby machte also nun den Anfang und beendete den Kampf in nur wenigen Sekunden, durch einen unglücklichen Schlag zur Leber ihrer Kontrahentin, welche danach Kampfunfähig war und  aufgab. Somit Debby eine Runde weiter.

Danach startete Maleen, gegen die Gewinnerin der -55 kg Klasse. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf, stand es  4:4 und es waren nur noch 13 Sekunden  zu kämpfen. Doch leider drehte die Gegnerin in diesen Sekunden nochmal auf und überraschte Maleen mit zwei Direktangriffen nach dem Fight-Befehl des Kampfrichters, sodass Maleen den spannenden Fight auf Augenhöhe leider mit  4:6 verlor.

Im Anschluss begann Debbys Viertelfinalkampf, welchen Sie mit überlegter Ruhe bestritt. Sie beendete ihn mit einem 4:2 und zog ins Halbfinale ein. Dort musste sie zunächst beim Rückstand von 2:4 einen so harten Kick hinnehmen, dass sie zu Boden ging und erstmal kurze Zeit zur Besinnung benötigte. Doch als hätte sie dieser Treffer erst so richtig angespornt, drehte sie nun voll auf und holte mit ihrem Signature-Move, dem Bodypunch, Punkt um Punkt bis sie am Ende schließlich mit 6:5 über ihre Kontrahentin triumphierte und ins Finale einzog. Von hier direkt auf Tatami 2 in der Klasse +60 kg. Sie erwartete eine starke Kickerin, welche einen Kopf größer und ein paar Kilo mehr hatte. So konnte Debby kaum etwas gegen ihre Kicks ausrichten, blieb aber mit Ihren starken Händen dran. Leider kassiert sie aber zehn Sekunden vor Schluss einen Kick zum Kopf und fiel bei ihrem Anschlusstreffer auf den Boden. Somit leider das Aus bei +60 kg für Debby.

Und weil es so viel Spaß macht, direkt der Finalkampf -60 kg auf Tatami 1. Und Debby machte weiter und weiter, setzte jeden Punch punktgenau, tänzelte die Gegnerin aus, richtete ihren Gürtel und überzeugte wieder mit dem Punch. Zu Ihrem Nachteil gaben die Kampfrichter immer beiden einen Punkt. Den Sack machte sie erst 10 Sekunden vor Schluss zu und siegte mit einem 6:5 im Finale. Somit Deutsche Meisterin -60 kg und Qualifikation für die WKU WM 2018 in Athen gemeistert.

DEBBY THE PUNCH MAKER

Maleen stand leider einer wahnsinnig starken Kickerin in der Klasse +60 kg gegenüber. Sie kam einfach nicht in den Kampf rein und wusste einfach nichts gegen die Kicks auszurichten und musste sich leider mit einem technischen KO geschlagen geben. Enttäuschung machte sich bei Maleen breit, da sie bei beiden Klassen rausgeflogen war. Enttäuschung, und dennoch Stolz. Für Trainer Mike waren es die besten Kämpfe, die er je von Maleen gesehen hat.

MALEEN THE PROUD

Mit hoher Motivation ging Katrin bei den Frauen +65 kg in den Kampf. Ging souverän mit einem 2:0 gegen eine deutlich erfahrenere Gegnerin in Führung, die die Gegnerin leider wieder ausgleichen konnte. Drei Kampfrichterentscheidungen sorgten für Punkte, welche hätten Katrins Punkte sein müssen, aber dem war nicht so. Somit lag Katrin in den letzten 25 Sekunden 3 Punkte zurück und griff nach dem Motto „Alles oder nichts an“. Hier machte sich die Erfahrung der Gegnerin bemerkbar, welche Ihren Vorsprung sogar soweit ausbauen konnte, dass Katrin sechs Sekunden vor Schluss durch ein technisches KO verlor.

KATRIN THE AMBITIOUS

Babsi startete in derselben Gewichtsklasse wie Katrin. Ihren ersten Kampf gewann sie nach hervorragender Leistung mit ihren Händen durch TKO und zog ins Halbfinale ein. Im Halbfinale war scheinbar bei Babsi die Luft raus. Sie wurde langsamer und zögerte. Dies machte sich ihre deutlich agilere Kontrahentin zum Vorteil und konterte Babsi bei jedem Angriff aus. So kam es wie es kommen musste: Aus im Halbfinale durch ein 5:8. Dann ging es für sie im Kampf um Platz drei weiter. Man merkte ihr förmlich an, dass sie das Ding gewinnen wollte und drehte noch einmal auf. Bis zum Schluss war der Kampf auf beiden Seiten ausgeglichen, doch um nicht in die Verlängerung zu müssen, griff Sie in letzter Sekunde an und lief leider genau in einen Kick ihrer Gegnerin rein. Damit verlor sie leider den Kampf um Platz drei und belegte somit den 4. Platz.

BABSI THE BAD LUCK

 

Marco startete mit viel Pech ins Turnier. Nicht nur, dass er sich in seinem ersten Kampf in der offenen Klasse -80 kg seinem überlegenem Gegner aus Österreich durch ein technisches KO  geschlagen gegeben musste, verletzte er sich auch noch so schwer am Knie, dass er das Turnier vorzeitig beenden musste.

 

MARCO THE INJURED

In der Klasse -80 kg betrat Trainer Mike nach sieben Jahren Wettkampfpause angespannt das Tatami. Der Rückzug eines Wettkämpfers bescherte Mike ein Freilos ins Halbfinale, wo er auf einen alten Trainingspartner stieß, welcher für eine temporäre Zeit bei den Munich-Pro-Fighters trainierte. Mike kam nur schwer in den Kampf rein, aber schaffte es dennoch ein Unentschieden bis zum Ende der Runde zu halten. Leider sorgte eine Kampfrichterentscheidung in letzter Sekunde für einen Rückstand und verwehrte Mike den Einzug ins Finale.

Der Kampf um Platz drei lief frei nach dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“. So konnte Mike nach einem sehr ausgeglichenen Kampf doch die entscheidenden Treffer setzen und gewann den Kampf um Platz drei.

Michael startete in der Farbgurtklasse grün bis braun +80 kg gut ins Turnier. Im Halbfinale setzte er sich überlegen mit einem 5:0 technischen KO durch. Im Finale ließ er anfangs überraschend viele Treffer zu, ehe er in den zweiten zwei Minuten den Sack zum 15:5 TKO zu machte und sich anschließend über den ersten Platz freuen konnte.

Es wurde immer später, doch dann startete endlich die letzte Klasse unseres Teams. Michael und Mike mussten noch einmal in der Klasse -85 kg ran und Mike machte den Anfang. Gegen einen anfangs nicht einschätzbaren Gegner kämpfte Mike vorerst sehr zurückhaltend, konnte sich dann aber gut auf den Kontrahenten einstellen und siegte mit einem TKO vorzeitig. 

Michael stand im Viertelfinale der Klasse -85 kg Marcos vorherigem Gegner, Weltmeister und Sieger der -80 kg Klasse gegenüber. Nach anfänglicher Führung musste er unglücklich Punkte einbüßen. Schließlich verlor er mit 3:6 gegen seinen Kontrahenten. Dennoch war er mit seiner Leistung zufrieden und geht mit gestärktem Selbstvertrauen aus dem Turnier.

MICHAEL THE MENTAL

 

Nach Mikes Sieg ging es nun im Halbfinale um den Einzug ins Finale, doch die Beine wurden immer schwerer und er kam kaum noch vom Fleck. Er glänzte durch ein paar gute Techniken und Kicks zum Kopf, verlor aber dennoch gegen einen deutlich überlegenen Gegner und späteren Sieger der Klasse durch ein TKO.

Im Kampf um Platz drei traf nun auch Mike auf den Kontrahenten aus Hard. Bei einem punktetechnisch ausgeglichenem Kampf zog Mike am Ende leider doch den Kürzeren und verlor knapp mit einem 6:7 und wurde vierter.

MIKE THE RETURNING

Am Abend wurde in gemütlicher Runde das Turnier reflektiert, um Verbesserungspotential aufzudecken und sich eigene Stärken bewusst zu machen, um gestärkt bei den Bregenzer Open kommende Woche anzutreten.

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