WKU - Deutsche Meisterschaft 2017 in Neuwied

Am 10.11.2017 machten sich sieben Munich Pro Fighter Maleen, Debby, Babsi, Katrin, Michael, Marco und Mike auf um in das 520 km entfernte Neuwied zu reisen, um am 11.11.2017 um den Titel des Deutschen Meisters der WKU zu kämpfen.

Nach einen ausgiebigen Frühstück für unsere Schwergewichte und Hungern für unsere Gewichtsklassenhalter, ging es auf zur Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied. Erst zur Registrierung, danach gleich weiter zum Wiegen.  Schon hier wurden die ersten Siege gefeiert, nachdem jeder das benötigte Gewicht erreicht hatte.

Nun hieß es erst einmal warten und warten und warten, und das wichtigste essen.

Es zog sich einfach immer mehr in die Länge. Es war nur schwer den Überblick zu behalten, wann welche Klasse dran ist. Doch dann war es endlich soweit.

 

Um 15 Uhr fiel der Startschuss für unsere Junioren, unglücklicher Weise, gleich auf zwei Kampfflächen.

Und damit nicht genug, parallel sollten die Grand Champion Wettbewerbe beginnen. Trainer Mike war ganz kurz ein wenig überfordert. Verzichtete auf seinen Start bei den Grand Champions und schickte die Grand Champion Teilnehmer zum Tatami 5, danach kümmerte er sich um Debby und Maleen in den Junioren Klassen.

 

Doch dieses Problem hatten scheinbar einige andere Trainer auch, sodass nun der Grand Champion Wettbewerb verschoben wurde und alle Kämpfer pünktlich zu Debbys ersten Kampf wieder an Tatami 1 sein konnten.

 

Debby und Maleen traten beide in den Juniorenklassen -60 kg und +60 kg an.

Die Klasse -60kg war mit elf Kämpferinnen gut besetzt und es standen aufgrund der großen Konkurrenz spannende Kämpfe an.

Debby machte also nun den Anfang und beendete den Kampf in nur wenigen Sekunden, durch einen unglücklichen Schlag zur Leber ihrer Kontrahentin, welche danach Kampfunfähig war und  aufgab. Somit Debby eine Runde weiter.

Danach startete Maleen, gegen die Gewinnerin der -55 kg Klasse. Nach einem sehr ausgeglichenen Kampf, stand es  4:4 und es waren nur noch 13 Sekunden  zu kämpfen. Doch leider drehte die Gegnerin in diesen Sekunden nochmal auf und überraschte Maleen mit zwei Direktangriffen nach dem Fight-Befehl des Kampfrichters, sodass Maleen den spannenden Fight auf Augenhöhe leider mit  4:6 verlor.

Im Anschluss begann Debbys Viertelfinalkampf, welchen Sie mit überlegter Ruhe bestritt. Sie beendete ihn mit einem 4:2 und zog ins Halbfinale ein. Dort musste sie zunächst beim Rückstand von 2:4 einen so harten Kick hinnehmen, dass sie zu Boden ging und erstmal kurze Zeit zur Besinnung benötigte. Doch als hätte sie dieser Treffer erst so richtig angespornt, drehte sie nun voll auf und holte mit ihrem Signature-Move, dem Bodypunch, Punkt um Punkt bis sie am Ende schließlich mit 6:5 über ihre Kontrahentin triumphierte und ins Finale einzog. Von hier direkt auf Tatami 2 in der Klasse +60 kg. Sie erwartete eine starke Kickerin, welche einen Kopf größer und ein paar Kilo mehr hatte. So konnte Debby kaum etwas gegen ihre Kicks ausrichten, blieb aber mit Ihren starken Händen dran. Leider kassiert sie aber zehn Sekunden vor Schluss einen Kick zum Kopf und fiel bei ihrem Anschlusstreffer auf den Boden. Somit leider das Aus bei +60 kg für Debby.

Und weil es so viel Spaß macht, direkt der Finalkampf -60 kg auf Tatami 1. Und Debby machte weiter und weiter, setzte jeden Punch punktgenau, tänzelte die Gegnerin aus, richtete ihren Gürtel und überzeugte wieder mit dem Punch. Zu Ihrem Nachteil gaben die Kampfrichter immer beiden einen Punkt. Den Sack machte sie erst 10 Sekunden vor Schluss zu und siegte mit einem 6:5 im Finale. Somit Deutsche Meisterin -60 kg und Qualifikation für die WKU WM 2018 in Athen gemeistert.

DEBBY THE PUNCH MAKER

Maleen stand leider einer wahnsinnig starken Kickerin in der Klasse +60 kg gegenüber. Sie kam einfach nicht in den Kampf rein und wusste einfach nichts gegen die Kicks auszurichten und musste sich leider mit einem technischen KO geschlagen geben. Enttäuschung machte sich bei Maleen breit, da sie bei beiden Klassen rausgeflogen war. Enttäuschung, und dennoch Stolz. Für Trainer Mike waren es die besten Kämpfe, die er je von Maleen gesehen hat.

MALEEN THE PROUD

Mit hoher Motivation ging Katrin bei den Frauen +65 kg in den Kampf. Ging souverän mit einem 2:0 gegen eine deutlich erfahrenere Gegnerin in Führung, die die Gegnerin leider wieder ausgleichen konnte. Drei Kampfrichterentscheidungen sorgten für Punkte, welche hätten Katrins Punkte sein müssen, aber dem war nicht so. Somit lag Katrin in den letzten 25 Sekunden 3 Punkte zurück und griff nach dem Motto „Alles oder nichts an“. Hier machte sich die Erfahrung der Gegnerin bemerkbar, welche Ihren Vorsprung sogar soweit ausbauen konnte, dass Katrin sechs Sekunden vor Schluss durch ein technisches KO verlor.

KATRIN THE AMBITIOUS

Babsi startete in derselben Gewichtsklasse wie Katrin. Ihren ersten Kampf gewann sie nach hervorragender Leistung mit ihren Händen durch TKO und zog ins Halbfinale ein. Im Halbfinale war scheinbar bei Babsi die Luft raus. Sie wurde langsamer und zögerte. Dies machte sich ihre deutlich agilere Kontrahentin zum Vorteil und konterte Babsi bei jedem Angriff aus. So kam es wie es kommen musste: Aus im Halbfinale durch ein 5:8. Dann ging es für sie im Kampf um Platz drei weiter. Man merkte ihr förmlich an, dass sie das Ding gewinnen wollte und drehte noch einmal auf. Bis zum Schluss war der Kampf auf beiden Seiten ausgeglichen, doch um nicht in die Verlängerung zu müssen, griff Sie in letzter Sekunde an und lief leider genau in einen Kick ihrer Gegnerin rein. Damit verlor sie leider den Kampf um Platz drei und belegte somit den 4. Platz.

BABSI THE BAD LUCK

 

Marco startete mit viel Pech ins Turnier. Nicht nur, dass er sich in seinem ersten Kampf in der offenen Klasse -80 kg seinem überlegenem Gegner aus Österreich durch ein technisches KO  geschlagen gegeben musste, verletzte er sich auch noch so schwer am Knie, dass er das Turnier vorzeitig beenden musste.

 

MARCO THE INJURED

In der Klasse -80 kg betrat Trainer Mike nach sieben Jahren Wettkampfpause angespannt das Tatami. Der Rückzug eines Wettkämpfers bescherte Mike ein Freilos ins Halbfinale, wo er auf einen alten Trainingspartner stieß, welcher für eine temporäre Zeit bei den Munich-Pro-Fighters trainierte. Mike kam nur schwer in den Kampf rein, aber schaffte es dennoch ein Unentschieden bis zum Ende der Runde zu halten. Leider sorgte eine Kampfrichterentscheidung in letzter Sekunde für einen Rückstand und verwehrte Mike den Einzug ins Finale.

Der Kampf um Platz drei lief frei nach dem Motto „In der Ruhe liegt die Kraft“. So konnte Mike nach einem sehr ausgeglichenen Kampf doch die entscheidenden Treffer setzen und gewann den Kampf um Platz drei.

Michael startete in der Farbgurtklasse grün bis braun +80 kg gut ins Turnier. Im Halbfinale setzte er sich überlegen mit einem 5:0 technischen KO durch. Im Finale ließ er anfangs überraschend viele Treffer zu, ehe er in den zweiten zwei Minuten den Sack zum 15:5 TKO zu machte und sich anschließend über den ersten Platz freuen konnte.

Es wurde immer später, doch dann startete endlich die letzte Klasse unseres Teams. Michael und Mike mussten noch einmal in der Klasse -85 kg ran und Mike machte den Anfang. Gegen einen anfangs nicht einschätzbaren Gegner kämpfte Mike vorerst sehr zurückhaltend, konnte sich dann aber gut auf den Kontrahenten einstellen und siegte mit einem TKO vorzeitig. 

Michael stand im Viertelfinale der Klasse -85 kg Marcos vorherigem Gegner, Weltmeister und Sieger der -80 kg Klasse gegenüber. Nach anfänglicher Führung musste er unglücklich Punkte einbüßen. Schließlich verlor er mit 3:6 gegen seinen Kontrahenten. Dennoch war er mit seiner Leistung zufrieden und geht mit gestärktem Selbstvertrauen aus dem Turnier.

MICHAEL THE MENTAL

 

Nach Mikes Sieg ging es nun im Halbfinale um den Einzug ins Finale, doch die Beine wurden immer schwerer und er kam kaum noch vom Fleck. Er glänzte durch ein paar gute Techniken und Kicks zum Kopf, verlor aber dennoch gegen einen deutlich überlegenen Gegner und späteren Sieger der Klasse durch ein TKO.

Im Kampf um Platz drei traf nun auch Mike auf den Kontrahenten aus Hard. Bei einem punktetechnisch ausgeglichenem Kampf zog Mike am Ende leider doch den Kürzeren und verlor knapp mit einem 6:7 und wurde vierter.

MIKE THE RETURNING

Am Abend wurde in gemütlicher Runde das Turnier reflektiert, um Verbesserungspotential aufzudecken und sich eigene Stärken bewusst zu machen, um gestärkt bei den Bregenzer Open kommende Woche anzutreten.

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WAKO - Bavarian Open in Altötting 21.10.2017

 

Am 21.10.2017 rief der Bavarian Open die vier Munich Pro Fighter Maleen Bräuchle, Katrin Späth und Michael Baur mit ihrem Coach David Lohwasser.

Da bei den Junioren A weiblich -65kg nur drei Kämpfer im Pool angemeldet waren, kämpfte jeder gegen jeden. Im ersten Duell fand Maleen gegen ihre starke Kontrahentin aus Mallersdorf einfach nicht in den Kampf und zahlte beim 1:11 Lehrgeld.

 

Gegen ihre zweite Mitstreiterin lief es schon besser, sodass sie ein 3:9 erkämpfte.

 In der Klasse -60kg bekam sie eine Revanche für die zuvor erlittene Niederlage. Dieses Mal agierte sie sichtlich besser, sodass sie doppelt so viele Treffer landete. Selbst als sie einen schmerzhaften Backkick in die Rippen abbekam, biss sie sich durch. Leider reichte es beim 6:9 trotzdem nicht zum Sieg. Bei der Siegerehrung wurde sie für ihren aufopferungsvollen Kampf mit der Silbermedaille belohnt.

 

Katrin hatte einen Sahnetag erwischt. Bei den Newcomer Damen +70 kg ließ sie gegen ihre einzige Kontrahentin keine Zweifel offen, wer der Chef auf der Tatami war. Ganz nach dem Fußball-Motto „die Null muss stehen“ versetzte sie ihrer Gegnerin ein perfektes 10:0 technisches K.O. zum Sieger der Gewichtsklasse.

 

Voller Selbstvertrauen startete sie ins Viertelfinale der offenen Klasse der Damen +70kg. Dominierend wie im letzten Kampf ließ sie beim 1:11 lediglich einen Treffer zu.

 

Nachdem ihre Kontrahentin im Halbfinale nicht antrat, rückte sie automatisch ins Finale gegen eine Bekannte aus Bad Abbach vor, gegen die sie bei der bayrischen Meisterschaft in diesem Jahr noch mit einem technischen KO verlor. So musste sie auch dieses Mal zunächst einen 0:4 Rückstand hinnehmen. Dank ihrem Coach Dave erkannte sie endlich, dass ihre doch nicht rudimentäre linke Faust eine Funktion hatte, nämlich den Bodypunch. Kombiniert mit ihrem Selbstvertrauen der letzten beiden Siege entwickelte es sich zu einem Kampf auf Augenhöhe, sodass sie mit 4:8 in die Halbzeit ging. Mit Ausnahme ihres Fluchtversuchs von der Tatami kurz vor Ende des Kampfes, hielt sie weiterhin ihr hohes Level und konnte sogar noch auf 13:16 verkürzen. Zum Sieg reichte es zwar nicht, dennoch nahm die strahlende Silbermedaillengewinnerin viel aus dem Kampf mit: Ihre linke Faust wirkt bei Benutzung wahre Wunder und sie kann auch mit den Großen mithalten. Bärenstarkes Turnier!

 

Michael fand nur schwer ins Turnier. In der Klasse -84kg konnte er zwar ein paar Treffer markieren, leistete sich aber zu viele Unaufmerksamkeiten und Fehler, sodass er mit 5:14 verlor. Im anschließenden Kampf um Platz drei konnte er gegen einen unterlegenen Gegner sein Selbstvertrauen wieder aufbauen. Beim Stand von 13:4 verletzte sich sein Kontrahent leider so schwer, dass er nicht mehr weiterkämpfen und aufgeben musste. Dies bedeutete die Bronzemedaille für Michael.

 

In der Klasse -89 kg hieß es bei drei Teilnehmern wieder jeder gegen jeden. Gegen den ersten Mitstreiter war es lange ein Kampf auf Augenhöhe, weshalb es in der Pause noch 5:5 Unentschieden stand. Der gegnerische Coach stellte seinen Schützling nun aber richtig gegen Michael ein, sodass Michael letzten Endes noch mit 7:13 verlor.

 

In seinem letzten Kampf des Tages bekam Michael noch eine Revanche für die Niederlage im ersten Kampf. Dieses Mal war er viel konzentrierter und lag zur Halbzeit nur knapp mit 4:5 zurück. Doch wie zuvor ließ er in der zweiten Hälfte nach und verlor 9:14.

 

An dieser Stelle noch vielen Dank, Dave, fürs Coachen.

Ergebnisse

 

Maleen:

Junioren A weiblich -60 kg: 2. Platz

Junioren A weiblich -65 kg: 3. Platz

 

Katrin:

Damen Newcomer +70kg: 1. Platz

Damen +70 kg: 2. Platz

 

Michael:

Herren -84 kg: 3. Platz

Herren -89 kg: 3. Platz

 

Kooperation mit OCR Munich e.V.

Um unseren Mitgliedern weitere alternativen im Fitnessbereich bieten zu können, haben wir uns nach einem geeigneten Partner auf die Suche gemacht.

Hierbei sind wir auf den OCR Munich e.V. gestoßen, welcher gerade in den Wintermonaten bzw. Schlechtwetterperioden eine geeignete Anlage für gutes abwechslungsreiches Fitnesstraining gesucht hat.

 

Bei einer Mischung aus funktionellen Übungen, HIIT und Hindernistechnik (z.B. Seil klettern, Hangeln, Ringe…) trainieren wir Ausdauer, Kraft, Koordination und Stabilität.

Uhrzeit: 20- ca. 21:30

 

Ort: Sporthalle der Mittelschule an der Albert-Schweizer-Straße 59 (Zugang über Fußweg an der Quiddestr.)

 

Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen allen viel Spaß

 

Trainingslager 01.09. - 03.09.2017

Was für ein unbeschreiblich schlechtes Wetter uns Mutter Natur für unser diesjähriges Trainingslager zur Verfügung stellte. Kälte und Nässe prägten unser Wochenende, doch was unsere Mitglieder aus dieser Situation machten war einfach unbeschreiblich und ist nur schwer in Worte zu fassen.

 

Pünktlich um 14:30 Uhr startete der lustige Party-bus, die Transporterin, der SUV-Rennflitzer und der Alt-Herren-Kombi, vollgepackt bis unter die Decke in Richtung St. Englmar.

Unser Team wurde bereits sehnsüchtig von Heidi und Rita (DIE ULTRA HAMMER MEGA SUPER SEELEN DES HAUSES) erwartet und herzlich willkommen geheißen.

 

Nach der Zimmeraufteilung und Hausführung durften sich alle Teilnehmer des Trainingslagers gleich mal in ihre sportliche Schale schmeißen und zum Power-Workout antreten. Zur Freude aller verzogen sich die Regenwolken genau für eine Stunde und erschienen mit ein wenig Nieselregen erst zum Ende der Trainingseinheit wieder. Bereits hier zeichnete sich ab, wie es Samstag weiter gehen sollte und womit Trainer Mike in keiner Weise gerechnet hatte.

 

Auf alle wartete ein einstündiges Kraft- und Cardio-Workout im Freien. Eine Einheit gemischt aus Warmup, HIIT, Plyometrics, Strength-Training und Cooldown. 21 voll motivierte Teilnehmer nahmen sich nichts während dieser einen Stunde. Vollgas bis zur letzten Sekunde, selbst als die Beinmuskeln versagten, wurde weiter durchgezogen. So blickte Trainer Mike zum Ende der Einheit mit einem breiten Grinsen in fertige, aber zufriedene Gesichter.

Ab unter die Duschen und weiter zu dem, worauf schon alle sehnsüchtig warteten.

 

ESSEN...;-)

 

Dank der ULTRA HAMMER MEGA SUPER SEELEN DES HAUSES gab es für alle genug zum Futtern. Aber nicht nur das, die zwei Mädels gingen auf alle Bedürfnisse unserer Mitglieder ein. So gab es für unsere Allergiker und Vegetarier eine Extrawurst, aber dennoch die gleiche Art an Gericht.

Nach dem Essen ließen die Teilnehmer den Abend in ruhigen Runden ausklingen. Debby, Aleks, Edith, Michi und Mike machten sich hingegen um 24 Uhr auf in Richtung Straubing Bahnhof, um die letzte Trainingslagerteilnehmerin abzuholen. Dank DJ Michi verwandelte sich unser Bus schnell wieder in eine Partyhöhle, sodass die kleine Rundreise nicht langweilig wurde.

 

Schnell ab nach Haus und Lichtlein aus.

 

Pünktlich um 7 Uhr, aber anders wie die Jahre zuvor, ertönten als Weckruf keine Kinderlieder aus Trainer Mikes Boxen.

 

ICH BIN MORGENS IMMER MÜDE, ABER ABENDS BIN ICH WACH...

 

Und es bewegt sich etwas, die einen sprangen direkt aus Ihren Betten, die anderen kamen schon in den dem Wetter angepassten Sportsachen aus den Zimmern heraus.

 

Mit so viel Elan konnten wir pünktlich um 7:30Uhr in unseren WAKE-UP-RUN starten.

 

Eine Stunde gemütlich durch die Natur. Bäume streicheln und Kraftübungen inklusive.

Jetzt aber schnell, wir machen uns frisch, gedeckt ist schon der Frühstückstisch.

 

Gekocht ist Kaffee und Tee, von unserer bezaubernden Küchenfee und als sie frische Semmeln bringt, ein zartes „Guten Morgen“ singt.

 

Nachdem alle gesättigt und gestärkt waren, konnten wir uns wieder unserem Training widmen.

 

Auf dem Programm standen zwei Stunden Selbstverteidigung mit Trainerin Debby. Eine gute Mischung aus Theorie und praktischen Übungen. Die Stimme ist alles, ein lautes „STOP“ mit gestrecktem Arm kommt vielleicht ein wenig albern herüber, zeigt dennoch ein selbstbewusstes Auftreten in einer bedrohlichen Situation und kann einem Angreifer bereits eine gewisse Stärke vermitteln. Doch was ist, wenn der Angreifer keinerlei Reaktion zeigt und meinen Wohlfühlbereich überschreitet oder mich sogar angreift? Dies vermittelte Trainerin Debby sehr anschaulich und gab Tipps bei der Umsetzung verschiedenster Verteidigungsmöglichkeiten.

Die letzten Minuten bis zum Mittagessen nutze das Orga-Team zur Erläuterung des Nachmittagsprogramms:

 

Die „Survival Challenge“.

 

Vier Teams, kunterbunt gemischt und nach dem Zufallsprinzip zusammengesetzt.

Es sollte eine nicht bekannte Route anhand einer Landkarte abgelaufen werden. Um nun einen Hinweis auf einen Checkpoint zu erhalten, galt es Aufgaben zu erfüllen und allgemeine sowie vereinsinterne Fragen zu beantworten. Damit nicht genug, Fehler und Unwissenheit wurden durch mit sportlichen Aufgaben bestraft. Die Höhe der Strafe war abhängig von der Differenz zum gewünschten Ergebnis. Um Missverständnisse innerhalb einer Gruppe von vornherein auszuschließen, wurden Funktionen ins Leben gerufen. Diese konnten in einer Teamabstimmung verteilt werden.

Der Teamleader:

Anders wie bei allen anderen Funktionen, wurde diese durch die Organisatoren vorab besetzt. Sie hatten die Aufgabe, das Team zu kontrollieren, zu bewerten und in ihren Aufgaben anzuleiten. Dennoch waren sie ein vollwertiges Mitglied im Team und mussten Anweisungen des Teamkapitäns Folge leisten, ohne dabei Hinweise oder Hilfestellungen zu geben.

Der Teamkapitän:

Gewählt durch das Team hatte diese Funktion die Aufgabe, das Team in der Aufgabenerfüllung anzuleiten und die Aufgaben zu verteilen. Bei den Fragen hatte er das letzte Wort und konnte trotz Teamentscheidung eine andere Antwort geben.

Der Navigator:

Die wohl schwierigste Funktion im gesamten Team. Der Navigator durfte nur mit Hilfe eines Hinweises und der Landkarte zum nächsten Checkpoint navigieren. Nur bei totaler Ratlosigkeit konnte dieser sein Smartphone als Navigationshilfe nutzen. Dies allerdings nicht ganz ungestraft, denn für zusätzliche Hilfsmittel standen wieder Teambestrafungen mit sportlichen Übungen oder lustigen Marschformationen an.

Der Fahnenträger:

Gleich zu Beginn sollte das Bauen einer Fahne die erste Aufgabe sein. Diesen hatte der Fahnenträger die ganze Challenge über bei sich zu tragen.

Nun ging es an die Verteilung der Survival-Pakete und Sichtung aller zur Verfügung stehenden Gegenstände. Anbei eine Sammelliste mit Gegenständen, welche die Teams auf ihrer Reise sammeln sollten, ohne zu wissen, wofür und wann sie diese Gegenstände benötigten.

Mit diesem Input ließen wir dann alle Teilnehmer am Mittagstisch Platz nehmen und lauschten den interessanten Gesprächen und Ideen der einzelnen Teams.

 

Dann war es endlich soweit, 13:45Uhr und somit Startschuss für die ersten beiden Teams. Um hier eine Spionage oder Zusammenarbeit ausschließen zu können, schickten wir die Teams einmal links und einmal rechts der Route entlang. Eine halbe Stunde später starteten dann die letzten beiden Teams nach dem gleichen System.

Um die Motivation und Neugier möglichst weit oben zu halten, gaben wir die Anzahl der Checkpoints, Aufgaben oder die berechnete Länge der Strecke nicht bekannt. So arbeiteten sich alle Teams Stück für Stück dem Ziel entgegen und passierten vom Start bis zum Ziel insgesamt 7 Checkpoints mit 7 Survival-Aufgaben und 14 Fragen.

 

Checkpoint 1:

Eine Englmarbach-Überquerung,

bei welcher der Teamkapitän für 100 Meter in einer Sänfte zu tragen war. Wie die Sänfte aussehen sollte, war jedem Team selbst überlassen.

Checkpoint 2:

Ein Badesee in Sankt Englmar.

Hier durften die Teams ein Floß bauen und einen Stein inkl. Teamfahne über das Wasser transportieren.

Checkpoint 3:

Der Vita Parcours Sankt Englmar.

Es wurde spartanisch, baue einen Speer und triff eine Zielscheibe.

Checkpoint 4:

Die Welt der Wahrnehmung lädt ein zum Begreifen im Bayerwald Xperium Sankt Englmar.

Passend zum Checkpoint musste hier ein Drache gebaut und zum Fliegen gebracht werden.

Checkpoint 5:

Der Kletterwald Sankt Englmar.

Sehr naheliegend war hier der Bau einer Schaukel, mit welcher mindestens ein Mitglied des Teams drei mal ordentlich durchschwingen sollte.

Checkpoint 6:

Die Predigtstuhl Arena in Sankt Englmar.

Erneut sollte auf eine Zielscheibe geschossen werden, nur diesmal mit einem selbstgebauten Pfeil mit Bogen.

Checkpoint 7:

Am Ende schließt sich der Kreis.

Mit diesem Satz ging es zurück Richtung Ausgangspunkt. Hier wartete die kniffligste Aufgabe auf unsere Teams: Der Aufbau einer Feuerstelle und das Entzünden eines Lagerfeuers.

Nach vier Stunden Challenge trudelten Stück für Stück die einzelnen Teams am Start/Ziel wieder ein und lagen nur wenige Minuten Nettozeit auseinander. Außer einem, welches eine Abzweigung verpasste und an der Route vorbei lief. Doch zum Glück wusste sich das Team zu helfen und erreichte mit einer Stunde Verspätung auch ihr Ziel.

 

Aufgrund des zeitlichen Versatzes beim Start konnten alle Teams gleich nach der Ankunft raus aus den nassen Klamotten und alle ab unter die warme Dusche.

 

Wem danach immer noch kalt war, konnte bei einem schönen warmen Abendessen den Körper von innen wärmen und sich die Erlebnisse der letzten paar Stunden erzählen.

Für die Teamleader war dann auch die Zeit gekommen, sich der schwierigsten Aufgabe des Tages zu widmen und zwar die Bewertung der eigenen Teams. Bewertet wurde die Beantwortung der Fragen, der Materialumgang, der Umgangston, die Beteiligung der Teammitglieder und die Aufgabenerfüllung. Als Bewertungshilfe wurden Videobeweise und Bilder gesichtet um die Bewertung möglichst fair und transparent zu gestalten. So hatten wir vor allem den Vorteil, dass nicht wie die Jahre zuvor eine subjektive Meinung MARCO DEXL immer zum Sieger erklärte, wodurch auch einmal andere in den Genuss eines Sieges kommen konnten. Und es war so knapp, nur wenige Punkte trennten das erste Siegerteam von den anderen.

Platz 1: Die Gebrechlichen

Platz 2: Die Fighter


Platz 3: Die Tsunamis

Platz 3: Die Wanderer


Nach der Siegerehrung hatte Mike noch eine Überraschung für die Teamleader Larissa, Michael und Marco. Zusammen mit diesen drei Vereinsmitgliedern hat er diese Survival-Challenge über einen langen Zeitraum geplant und ausgearbeitet. Deshalb bedankte er sich im Namen des Munich-Pro-Fighter e.V. mit einer Vereinsfahne für Larissa für die einzige Dame im  Orga-Team und handgemachten Medaillen aus Holz für alle.

Ab da ging es weiter frei nach dem Motto:

„Wenn wir morgen Augenringe haben,

das sind nur Schatten von großen Taten“

 

Im Kaminzimmer machten wir es uns bei Musik, kühlen Getränken, Stockbrot und Marshmallows gemütlich und feierten bis in die Morgenstunden. Die einen mehr, die anderen weniger. Andere fanden den Sonnenaufgang so schön, dass sie sich gar nicht erst ins Bett gelegt haben.

Sonntag war der Tag des gemütlichen Ausklingens. Dank der Unterkunft  waren wir soweit flexibel, dass wir ausschlafen konnten. Die einen erschienen bereits zum Frühstück, andere erst zum Mittagessen.

Alkohol du böser Geist, auch wenn du mich zu Boden reißt.
Ich kotz dich aus, du boxt mich nieder.
Ich steh auf und sauf dich wieder.

 

Doch leider hat alles Schöne irgendwann ein Ende, so auch dieses Wochenende. Sachen packen, verabschieden von unseren ULTRA HAMMER MEGA SUPER SEELEN DES HAUSES und Bernhard, dann ab ins Auto zurück nach München.